Als die Wettiner und Georg von Podiebrad 1459 im Vertrag von Eger die Grenzlinie zwischen dem Kurfürstentum Sachsen und dem Königreich Böhmen festlegten, schrieben sie eine der heute ältesten Grenzen Europas fest. Davon unbenommen blieb das Leben in den sächsisch-böhmischen Grenzregionen geprägt von grenzüberschreitenden Beziehungen, Gemeinsamkeiten und Überschneidungen. Die Ausstellung „Sachsen – Böhmen“, die ab dem 27. September 2018 im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac) zu sehen sein und anschließend in der Nationalgalerie in Prag gezeigt wird, nimmt die facettenreiche und dynamische Beziehungsgeschichte beider Regionen in einem weiten chronologischen Rahmen von der Steinzeit bis zur Gegenwart in den Blick. Über Grenzen hinweg erzählt sie von den historischen Verflechtungen, aber auch den Konflikten, von Liebe und Streit, von Umarmung und Ausgrenzung. Sie lässt uns verstehen, warum uns Böhmen von Sachsen aus einerseits so nah, andererseits so fern erscheint und vice versa.

Wir laden die Freunde des smac am 25. September 2018, um 19 Uhr herzlich zur Preview der neuen Sonderausstellung ein. Die Kuratorin der Ausstellung Dr. des. Doreen Mölders führt durch die Ausstellung und berichtet von der Entstehung des grenzüberschreitenden Projekts. Seien Sie dabei!

 

Datum: Dienstag, dem 25.09.2018, um 19 Uhr
(Um Rückmeldung bis zum 21.09.2018 wird gebeten.)

 

Abb: Überfahrt am Schreckenstein von Ludwig Richter, 1840

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