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Freunde des smac e.V.

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Kochen für Freunde

Koscher kochen (lassen) für Freunde

[Text: Angelika Beer]

Am 22. Oktober war es wieder soweit. Die Freunde luden zu einer Koch- und Genussaktion, bei der sie sich treffen und neue Mitglieder gewinnen wollten. Allerdings haben die Freunde dieses Mal nicht selbst gekocht, sondern ließen sich bekochen und so stand die Veranstaltung unter dem Motto: Freunde (lassen) koscher kochen für Freunde.“ Wen wundert es da, dass sie in Kooperation mit dem Restaurant Schalom durchgeführt wurde. Wir trafen uns gegen 18 Uhr im Schalom und nahmen an einer großen, festlich gedeckten Tafel Platz. Es folgte eine herzliche Begrüßung durch den Inhaber des Restaurants, Uwe Dziuballa. Schon die Menükarte und auch die Tatsache, dass das Schalom im Guide Michelin 2018 als ein Haus mit guter Küche empfohlen wurde, verhieß einen interessanten kulinarischen Abend mit koscherer Küche.

Um die Wartezeit auf das Essen zu verkürzen, erzählte uns der Bruder des Inhabers, Lars Ariel Dziuballa etwas über die Entstehung und die Geschichte des Restaurants. Auch auf die Anfeindungen und Angriffe auf das Schalom, der letzte während der Ausschreitungen am Abend des 27. August, wurde von den Dziuballa’s eingegangen. Judenfeindliche Pöbeleien, Beleidigungen, Schmierereien – das kennt das Schalom seit vielen Jahren. Ein Angriff mit Steinen, Flaschen und einem Rohr aber ist eine neue Gefahr. Antisemitismus ist in Deutschland lauter und bösartiger geworden.

Was ist eigentlich koscher? Was bedeutet koscher zu kochen und woher werden die koscheren Lebensmittel bezogen?

Auf alle unsere Fragen erhielten wir umfassende fachkundige Antworten. Und obwohl einige Teilnehmer bereits koscher Essen waren, lernten wir auch noch manch Neues hinzu. Eine Besonderheit der koscheren Küche ist, dass die Speisen in verschiedene Kategorien eingeteilt werden: Fleisch, Milch und Parwe (neutral). Die zwei Hauptkategorien Milch und Fleisch dürfen nicht miteinander verbunden werden. Im Schalom gibt es neben koscherem Essen auch koscheres Bier. Früher wurde es von Israel importiert, wobei es oft zu Lieferengpässen kam. Nun wird das Pils seit 2007 in der Brauerei in Hartmannsdorf gebraut. Das erste koschere Bier in Sachsen heißt Simcha – das bedeutet im Hebräischen „Freude“. Die zusammengestellte Mezze war ein sehr guter Querschnitt der im Restaurant angebotenen verschiedenen köstlichen Vorspeisen – sie hat allen sehr gut geschmeckt.

Mein Favorit war der gefillte Fisch – die kalte Fischvorspeise besteht im Wesentlichen aus gewürzter Fischfarce von gehacktem oder gewolftem Karpfen, Hecht oder Weißfisch, die je nach Variante als Klößchen, in Scheiben oder in die Fischhaut gefüllt als ganzer Fisch in Brühe pochiert und im erkalteten, gelierten Sud serviert wird. Der gefillte Fisch wurde von Uwe und Lars Dziuballa‘s Mutter nach einem alten Rezept gekocht. Sie steht auch mit über 70 Jahren noch oft in der Küche ihre „Frau“.

Alle 17 Teilnehmer entschieden sich bei der Hauptspeise einhellig für die mit Hähnchenhack gefüllte Quitte und Linsenreis. Die optisch gut angerichtete Hauptspeise war interessant und äußerst schmackhaft zugleich. Das Zusammenspiel vom herzhaft gewürztem Hähnchenhack kombiniert mit dem süßlich sauren Fruchtfleisch der Quitte hat mir sehr gut gefallen. Auch die Liebhaber eines süßen Abschlusses kamen durch die nicht zu süße Gries-Halva mit Mandelstiften, die durch das leckere Erdbeermus abgerundet wurde, voll auf ihre Kosten. Auch hierfür gab es großes Lob, das an die Küche weitergegeben wurde.

Es war ein kurzweiliger, unterhaltsamer Abend mit sehr leckerem Essen, der allen gefallen hat. Die Zusammenkünfte bei leckerem Essen im Rahmen „Freunde kochen“ sollte unbedingt fortgesetzt werden. Egal, ob selbst gekocht oder in einem Restaurant. Für mich gibt es nichts Schöneres, als im Kreis von guten Freunden zu essen und zu trinken. Und vielleicht werden diese Freunde auch zu Freunden des smac!

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Von Zwickau nach Jerusalem – Mittelalterliches Kochen mit dem Freundeskreis

[von Jens Beutmann / Fotos: Gudrun Irmscher]

Kurz vor den Sommerferien hatten sich die Freunde zum „Mittelalterlichen Kochen“ (und vor allem Essen) verabredet. Weiterlesen „Von Zwickau nach Jerusalem – Mittelalterliches Kochen mit dem Freundeskreis“

29.06.2018 – Freunde kochen für Freunde: Die Küche des Mittelalters

Mit einer weiteren Veranstaltung aus der Reihe „Freunde kochen für Freunde“ möchten wir Sie und Ihre Freunde/Bekannten für die Archäologie, das smac und den Verein „Freunde des smac e.V.“ begeistern. Daher veranstalten wir wieder ein Dinner für Freunde, bei denen Mitglieder für Mitglieder und deren Freunde (also potentielle, zukünftige Mitglieder) kochen. Weiterlesen „29.06.2018 – Freunde kochen für Freunde: Die Küche des Mittelalters“

22.10.2018 – Freunde kochen koscher für Freunde (eine Kooperation mit dem Schalom Restaurant Chemnitz)

Was heißt hier koscher? Dass Fleisch- und Milchspeisen nicht in denselben Töpfen zubereitet werden dürfen? Gibt es die jüdische Küche? Welche Rolle spielt der Rabbiner in der koscheren Küche? Warum ist die Küche so gesund? Und lecker?! Das alles und noch viel mehr erfahren Sie von den Inhabern des SCHALOM Restaurant bei gutem Essen und Getränken. Weiterlesen „22.10.2018 – Freunde kochen koscher für Freunde (eine Kooperation mit dem Schalom Restaurant Chemnitz)“

Freunde kochen mit Freunden – Römisches Dinner

Nach unserer Veranstaltung „Freunde kochen für Freunde – Das Steinzeitdinner“ im April, hieß es am 21. September „Freunde kochen mit Freunden – Römisches Dinner“.
Es begann mit einer Einführung in die Römische Esskultur, die uns über schriftliche und bildliche Quellen, archäologische Befunde und Funde, Pflanzen- und Tierreste hinreichend bekannt ist. Wie wir kannten die Römer drei Mahlzeiten, wobei das Abendessen (cena) die aufwändigste war. Arme und Soldaten speisten einfacher, wohlhabende Bürger raffinierter, wenn nicht ab und zu sogar verschwenderisch.
Grundlage des Kochens mit Freunden waren die Rezepte des Marcus Gavius Apicius, der um 25 v. Chr. geboren wurde und bis in die Regierungszeit des Kaisers Tieberius (14 – 37 n. Chr.) lebte.

Die Autorinnen wählten im Vorfeld eine Reihe Rezepte aus und besorgten die Zutaten, sodass jeweils in zweier Gruppen geschnippelt und gekocht werden konnte. Insgesamt zauberten die TeilnehmerInnen keine Extravaganzen, aber ein bodenständiges dreigängiges Menü auf den Tisch.

 

Hier die Menükarte:

Vorspeisen (Gustationes)

Gurken auf andere Art (Cucumeres)
Gekochte rote Beete (Betas elixas)
Chicorée (Intuba)
Vorspeise von Aprikosen (Gustum de praecoquis)
Sauce für weichgekochte Eier (In ovis hapalis)
Ergänzend dazu – und nicht ganz stilecht – gab es aus der bäuerlichen Küche (moretum), ein mit Kräutern und Knoblauch angemachter Schafskäse.

Hauptgang (Mensa prima)
Huhn, auf numidische Art (Pullum Numidicum)

Nachspreisen (Mensae secundae)
Hausgemachte Süßspeise (Dulca domestica)
Eine andere Süßspeise (Dulca)

 

Zum Essen wurden mustea (Süßweinbrötchen – vom Bäcker) und Wein oder Traubensaft gereicht. An posca, Wasser mit einem Schuss Essig, traute sich niemand heran.

Besonderen Anklang fanden die Vorspeise von Aprikosen, die Sauce für weichgekochte Eier, das moretum, das numidische Huhn und die Süßweinbrötchen. Insgesamt waren alle Teilnehmer überrascht, wie gut es schmeckt. Iuvat me = Es schmeckt mir! hieß es rund um die lange Tafel. Ach ja: wir lagen nicht, sondern wir saßen beim Essen!

Das nächste Mal wird sich alles um die mittelalterliche Küche drehen. Aber, das erst in 2018 und bis dahin bitte neue Freunde finden und mitbringen!

Herzlichst
Bettina Reese und Sabine Wolfram

21.09.2017 – Freunde kochen für Freunde – Römische Küche

Sollen es gefüllte Haselmäuse, Schweinseuter oder gegrillte Langusten sein? Die römische Küche lässt kaum Wünsche offen.

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Freunde kochen für Freunde – unser Steinzeit(premiere)dinner

von Margit Schulz

Unter dem Motto „Freunde kochen für Freunde“ kamen am 18. Mai 2017, pünktlich 18:00 Uhr, einige Freunde des smac und ihre Begleitung (insgesamt 27 Personen) im gut klimatisierten Mendelsohn-Raum zusammen, um ein steinzeitliches Menü (Hier sehen Sie das ambitionierte Menü) einzunehmen.
Weiterlesen „Freunde kochen für Freunde – unser Steinzeit(premiere)dinner“

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